Adria Veloferien - Peter Schär


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3.Woche

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Gatteo a Mare 2012 / 3. Woche

Und wieder einmal fuhren die Luzerner, Nidwaldner und Zürcher mit den Bernern an die Adria. Velowoche, Veloferien, Trainingslager: Jeder wählt die für ihn zutreffende Bezeichnung/das gewünschte Angebot.
Die Turbo-Blüemli-Gruppe schien mir für dieses Jahr die richtige Wahl zu sein. Auch hier ging es munter rauf und runter, bis der guten Rita die "Höger" ausgingen. Hier lernte man neue, wunderschöne Gegenden kennen, besonders angetan waren wir von den Gestaden am Marecchia-Fluss, mit Hasen, kleinen Waranen, Plattfüssen. Wale, Tagesgast in der Gemütlichgruppe, brachte es auf den Punkt: "Das si Feeriä". Seinen eigenen Angaben zufolge ist er übrigens der letzte noch lebende Ur-Berner, er werde wohl einmal ausgestopft werden und zur Erhaltung der Rasse habe man bereits seinen Samen eingefroren…..

Um nicht zu lang zu werden, hier ein paar Highlights:

  • Rita fährt so zielsicher durch die Gegend, kennt jedes Artischockensträsschen, (fast) alle Löcher in der Strasse, jede Abzweigung, viele Gartenwirtschaften, man merkt nicht einmal, wenn es durch eine Stadt (Cesena) geht. Dafür gibt's strenge Regeln: Überholen geht nicht, freihändig fahren inmitten der Gruppe schon gar nicht - sie sieht einfach alles in ihrem Rückspiegel.
  • Die Woche war für uns Innerschweizer auch wieder ein Sprachaufenthalt. Wer kannte vorher schon den Unterschied zwischen Hung u Hungg, dachte beim Aussicht geniessen an "drüberuus gränne". War da noch der lehrreiche nachmittägliche Literaturclub am Pool mit dem Thema "zurück zur Frau".
  • Beeindruckend war auch das Fahrtechnik-Training, besonders Mark konnte von Ritas und Res' Anleitungen profitieren. Geholfen hat's allerdings bei den Stillstandsversuchen der anderen Hilflosen nicht viel.
  • Die Vorzeige-Italiener waren überall präsent. So die schnellen Hobby-Pantanis mit langen Hosen, Schuhüberzügen (der nächste Winter kommt bestimmt), ohne Helm. Ausserdem Berlusconis Bruder anlässlich des Unruhetages in Cesenatico, der für einen Italiener etwas dunkel geratene Gulli-Gulli-Gurtverkäufer und die Masseurin mit fremdländischem Einschlag auf der Flucht.
  • Super die Knoblauch-Spaghettis (drei Mal Nachschlag bitte), die Morettis bei Nico, die Gastfreundschaft der famiglia Morigi, die "Rast"-Plätze in S. Giovanni, Bellaria, Cesenatico usw., das ideale Wetter, der Grappa und der Dornenschnaps, die versierten Gruppenleiter, allen voran natürlich Chef Peter Schär.
  • Weniger gut: Die Hotel-Bade-Tücher im Küchentüechliformat, der Aromat-Dieb, die teilweise heruntergekommenen Strassen, der ineffiziente Bierausschank unterwegs, der Stau auf dem Rückweg am Gotthard. Der traditionelle Meerwasser-Temperatur-Schätz-Wettbewerb konnte infolge Insider-Wissens dieses Jahr nicht durchgeführt werden. Auch der in Aussicht gestellte Siegerpreis (eine Velovignette für 2012) fand keinen Anklang.


Besten Dank für die schöne Zeit. Wir haben viel gelacht und uns rundum wohl gefühlt. So hat man beim Abschied da und dort gar ein Tränchen sehen können……

Fredy Müller, die Luzerner, Nidwaldner und Zürcher.


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