Adria Veloferien - Peter Schär


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3.Woche

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Erlebnisbericht 2013

Woche 3, 26.04.2013 – 04.05.2013


Als wir uns am Freitagabend, 26. April 2013, mit dem Rennvelo auf den Weg nach Tafers machten, hielten wir stets ein Auge auf den grauen Himmel gerichtet. Schaffen wir die paar Kilometer auch wirklich, ohne nass zu werden? Wir schafften es und die Hoffnung stieg, dass wir auch in der kommenden Woche vielleicht vom bisher in unseren Breitengraden fehlenden Wetterglück beseelt sein würden. Die Vorfreude jedenfalls stieg merklich an und die nach und nach eintreffenden und an den anderen Orten zusteigenden Leute bestärkte uns darin, dass sich da eine gute, unternehmenslustige und aktive Gruppe zusammentat. Der Eindruck hat übrigens nicht getäuscht.

Bei der Ankunft am Samstagmorgen in Gatteo ereignete sich Unerwartetes! Die Sonne schien tatsächlich und so konnten wir uns nach ausgiebigem Frühstück und Zimmerbezug auf die erste Tour freuen. Wo aber reihe ich mich ein? Welche der vier Gruppen entspricht meinen Fähigkeiten und Bedürfnissen am besten? Chef Pesche Schär beantwortete diese Fragen in seiner typischen und gemütlichen Art, die wir noch zu Genüge kennenlernen sollten: „Luegsch haut e mau, gscheh de scho ob’s passt, schüsch chasch ja de gäng no wächsle.“

Die erste Tour am Samstagnachmittag führte die Gruppen 2 und 3 (diesen gehörten wir an) über etwa 55 km im küstennahen, noch mehrheitlich flachen Gebiet nur annäherungsweise an die Berge heran. So waren wir denn nach der Ankunft im Hotel voll begeistert und hoben das Limit für den nächsten Tag euphorisch sofort auf etwa 85 km an. Zwar gab es diesmal die ersten mittleren Steigungen im bergigen Hinterland zu überwinden. Die „Strapazen“ hielten sich aber auch heute noch sehr in Grenzen, obwohl die meisten Radler witterungsbedingt Trainingsrückstand aufwiesen. Jedenfalls musste niemand vor Müdigkeit sein Bierchen, das Apero oder das Glässchen Wein beim Abendessen stehen lassen.

An den folgenden Tagen ging’s dann auch für unsere Gruppen etwas mehr zur Sache. Ganz nach Schär Pesches Motte „jetz geit’s haut de echli ufe“ hinterliessen die gut 100 Kilometer und 1000 Höhenmeter pro Tag in den Beinen, am verlängerten Rücken und anderswo schon mal ihre Spuren. Entschädigt wurden wir aber durch die wunderschöne, frühlingshafte und eindrückliche Gegend, erlebnisreiche Ausfahrten und Begegnungen sowie die Vorfreude auf das kühle Bier am Strand, wo uns der Wirt jeden Nachmittag die Tischlein und die Stühle in den warmen Sand trug.

Nachdem uns das Wetter bis Mittwoch äusserst gut gesinnt war und die Temperaturen mit
20 – 23 sehr angenehm waren, bescherte uns der Donnerstag den durch Regen provozierten Ruhetag. Zwar verpassten wir dadurch den Aufstieg ins Städtchen San Marino, dafür war aber der Freitag umso sommerlicher und brachte uns den ersten richtigen Sommertag mit über 25, wahrhaft prächtig. Wir nutzen diesen Tag zur letzten Velotour und zum gemeinsamen Mittagessen bei selbstgemachter Pasta und ... – herrlich!

Dann war Schluss! Ab Freitagabend verabschiedeten wir uns vom „Loeb Egge“ (Ristorante, das in Wirklichkeit natürlich nicht so heisst) und von „Chrigu“ (auch er heisst nicht so) in dessen Ristorante-Pizzeria. Bei Flüssigem und Pizza gaben wir sogar unsere Gesangskünste zum Besten und hatten es unheimlich gemütlich und lustig. Der Abschied fiel uns wirklich schwer und als uns dann am Samstagmorgen auch noch fast die ganze Wirtefamilie herzlich verabschiedete, wurde uns schon etwas wehmütig zumute.
Eine durchwegs sehr gelungene Woche. Schöne Velotouren, gute Unterkunft mit schmackhafter Verpflegung im Familienhotel, sehr angenehme Teilnehmer, die alle ein gute Stimmung und ein angenehmes Ambiente verbreiteten und nicht zuletzt ein Leiterteam, das man sich besser kaum vorstellen kann.

Dank heigisch, Pesche, Rita, Pesche und Housi. Auf ein andermal.

Herzliche Grüsse an alle. Ruth und Rolf Schneider, Düdingen


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