Adria Veloferien - Peter Schär


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2.Woche

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Bericht von der 2. Woche 2012

Zum ersten Mal nahm ich als Teilnehmer an den Veloferien von Peter Schär an der Adria teil. Über Veloplus gelangte ich auf die Homepage von diesen Veloferien und hatte Glück, dass in der 2. Woche noch Plätze frei waren. Die Anmeldung war eine kurze Angelegenheit und bald war ich im Besitze der notwendigen Angaben. Am Freitagabend, 21. April 2012 fand ich mich zusammen mit anderen Teilnehmern beim Einsteigeort in Bern ein. Der Bus der Firma Horner aus Tafers war bereits vor Ort. Rasch wurden die Velos sowie das Gepäck verladen und die Teilnehmer machten es sich im Bus bequem, da uns eine lange Fahrt bevorstand. Der nächste Halt war in Rothrist, wo ein weiterer Teilnehmer zustieg. Die letzten Teilnehmer warteten auf dem Autobahnrastplatz im Kanton Uri. Die Fahrt führte anschliessend durch den Gotthard-Tunnel und weiter Richtung Chiasso, wo wir die Grenze zu Italien passierten.
Da es eine Nachtfahrt war, war es im Car sehr ruhig, damit die Reisenden soweit möglich schlafen konnten. Am Morgen trafen wir in Gatteo a Mare im Park Hotel Morigi ein. Wir wurden bereits von Rita Stalder und von Peter Schär erwartet! Zuerst wurden die Velos ausgeladen und in der Garage neben dem Hotel deponiert, anschliessend das Gepäck aus dem Bus in Empfang genommen. Die Teilnehmer der ersten Woche befanden sich beim Frühstück und hatten ihr Gepäck und die Velos zum Verladen bereit gestellt. Der Wechsel klappte reibungslos und wir konnten uns nach der Abfahrt der Teilnehmer der ersten Woche zum Frühstück begeben. Dort wurden wir von Peter Schär herzlich willkommen geheissen.
Wir hatten ausreichend Zeit und konnten nach dem Frühstück noch einen kurzen Spaziergang zum Meer unternehmen. Um 1100 Uhr erfolgte die offizielle Begrüssung mit den Informationen für die nächste Woche. Nach dem Zimmerbezug bereiteten wir uns für die erste Ausfahrt am Nachmittag vor. Vor der Abfahrt wurde die Gruppeneinteilung vorgenommen. Als Gruppenleiter standen Peter Schindler, Peter Schär sowie Rita Stalder zur Verfügung. Neben Markus und Peter, welche bereits die zweite Woche in Angriff nahmen, waren Toni, Leo, Robert, Stefan und Jürg sowie meine Wenigkeit in der Gruppe von Peter Schindler. Die Fahrt führte uns vom Hotel weg durch Gatteo a Mare Richtung Hinterland. Wir fuhren viel auf kleinen Strassen und Wegen kreuz und quer. Wir waren froh über unseren guten und kundigen Leiter, welcher uns schliesslich auch wieder nach Hause bzw. an den Strand brachte, wo auch die anderen beiden Gruppen bei einem Bier oder einem anderen Getränk die Tour abschlossen. Von hier aus war der Weg zurück ins Hotel nur noch ganz kurz und für alle leicht zu finden.
Die Ausfahrt am Montag führte uns weit ins Hinterland und hatte einige ruppige Steigungen zu verzeichnen, was doch einiges von uns abverlangte. Unsere Gruppe war zwischenzeitlich um 2 Kollegen kleiner geworden. Wir fuhren durch eine abgelegene Region, wurden jedoch mit einer schönen Aussicht entschädigt. So steil und ruppig der Aufstieg, so steil war auch die Abfahrt, welche einiges an Konzentration und gute Bremsen benötigte. Am Velo von Robert brach eine Speiche und erforderte eine Notreparatur, damit er weiter nach Hause fahren konnte. Nach der Rückkehr fuhren wir ins Velogeschäft, wo Robert sein Fahrrad in fachkundige Hände geben konnte. Durch ein gutes Angebot besorgte er gleich zwei neue Laufräder, welche noch am gleichen Abend vom Mechaniker montiert und somit das Velo wieder voll einsatzfähig war!
Eine weitere Tour führte uns nach San Marino. Bereits am Morgen war der Himmel bewölkt und es sah nach Regen aus. Als wir schon eine beachtliche Strecke gefahren waren und San Marino nicht mehr weit war, setzte plötzlich heftiger Regen ein. Die Strasse führte an einer Hecke vorbei, welche uns guten Schutz vor dem Regen und auch vor dem Wind bot. Als sich das Wetter etwas besserte, entschlossen wir uns, weiter nach San Marino zu fahren. Die Strasse war zwar noch nass, doch wir blieben zum Glück weitgehend trocken. Der Aufstieg nach San Marino mit dem vielen Verkehr war nicht besonders toll. Auch gab es starke Windböen, welche uns fast vom Velo bliesen! In San Marino begaben wir uns in ein Restaurant, welches in den Felsen gebaut war. Dort konnten wir uns aufwärmen und mit feiner Pasta stärken! Die Rückfahrt war dann, ausser starkem Wind bei der Abfahrt von San Marino, viel angenehmer.
Auf einer unserer Touren wurden wir von Stefano Morigi, einem Familienmitglied des Hotels begleitet. Als ortskundiger und gut trainierter Radfahrer, welcher mehrere tausend Kilometer in den Beinen hatte, war es für ihn ein leichtes, mit unserer Gruppe mitzufahren. Auf dieser langen, anstrengenden, jedoch aussichtsreichen Fahrt welche uns unter anderem über einen kleinen Pass führte, trafen wir auch auf andere Radfahrer. Die Strecke führte weiter über einige Höhenzüge und schliesslich wieder zurück an den Ausgangspunkt.
Die Schlusstour am Freitag war coupiert und brauchte noch einmal unsere Energie. Nach einem längeren Aufstieg und einer kurzen leichten Abfahrt kehrten wir in einem Restaurant ein, wo wir uns ausgiebig verpflegten und uns ganz leckerer Kuchen serviert wurde! Wie üblich stand am Abend der Abschluss der Woche auf dem Programm. Dieser fand in der Pizzeria von „Chrigu“ statt. Wer schon bei Peter Schär in den Veloferien war, kennt sicher dieses Lokal. Beim Genuss von verschiedenen feinen Pizzas unterhielt uns Rico auf seiner Handorgel und wir alle sangen lustige Lieder. Erwähnenswert ist hier auch die Parodie der Radfahrer, welche uns Rico zum Besten gab! Zu später Stunde oder für einige vielleicht bereits früh begaben wir uns zur wohlverdienten Ruhe, da anderntags die Rückreise bevorstand. Nach dem Frühstück hiess es Velo’s und Gepäck in den eingetroffenen Bus mit Anhänger verladen. Die Rückfahrt verlief ohne Zwischenfälle und alle konnten an ihrem Einsteigeort zum Teil von Angehörigen abgeholt werden. An dieser Stelle geht ein grosser Dank an die Chauffeure der Firma Horner, Tafers, welche uns sicher und wohlbehalten nach Gatteo a Mare und wieder nach Hause transportiert haben!
Es war eine tolle Woche, die wir unter Gleichgesinnten verbringen durften. Wir konnten ausgiebig Velofahren und haben sicher eine gute Grundlage für die weitere Saison erlangt. Glücklicherweise blieben wir von einem Sturz oder anderen Zwischenfällen verschont.
Danke an Peter Schär und seinen Leitern für die Organisation und tägliche Führung der Velogruppen!
Viel Glück und allen eine schöne, unfallfreie Velosaison!

Andreas Murbach


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